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Tag des Denkmals, Sonntag, 13. September 2026

Ruine Ober-Reinach, Herlisberg / Römerswil
Im ersten Teil wurde die Geschichte der Burg Oberrinach durch die Experten der Kantonalen Denkmalpflege Archäologie, Christian Auf der Maur, erläutert. In einem Rundgang erfuhren die Besucher baugeschichtliche Daten über die Besitztümer der Ritter von Rinach, die in der Umgebung 3 Burgen besassen. Oberrinach, Hintere Rinach und Alt Rinach.
Die Bauzeit ist unbekannt.
Erstmals urkundlich erwähnt um 1210 durch Hesso und Arnold von Rinach.
Sie waren Dienstleute der Habsburger.
Die Rinacher Herren sind auch im Stift Beromünster als Chorherren und Probst vertreten. Rynacher-Hof im Stiftsbezirk.
Bekannt ist der Minnesänger Hesso I. oder sein Sohn von Rynach.
Als "Veste" wird die Burg erst 1302 schriftliche erwähnt und bereits 1386 im Nachgang des Sempacherkrieges angezündet und geschliffen.
Im 15. und 16 Jahrhundert Verkauf der Ruine und Güter und Verlagerung des Stammsitzes ins Elsass.
Seite dieser Zeit ist die Burg mit Palas und Turm eine Ruine.
1849 Rückkauf der Ruine durch die Familie "de Reinach".
1850/53 erste Grabung und spätere Sanierung.
1942 Untersuchung durch Reinhold Bosch, Seengen mit französischen Internierten.
1965 Aufbau des «Bergfrieds»
1991 Sondierungen mit Subventionen von Kanton, Bund und Stiftungen.
Corina Barandun von der Denkmalpflege erläutert die aktuelle Situation der Burgruine. Soll man nur konservieren oder restaurieren und den Eingriff in ein gewisse Zeitepoche versetzen. Soll die Burgruine bautechnisch erforscht werden. Dafür braucht es Finanzen und die Einwilligung der ausländischen Bestitzer.
Klären muss im vornherein auch der spätere Unterhalt der Anlage. Wer kümmert sich um die Burg. Sind Vermittlungsprojekte gewünscht, zum Beispiel mit Infotafeln oder Führungen.
Diskussion mit den Anwesenden Besuchern. Was hat die Ruine für sie eine Bedeutung.
Gemeindepräsident Urs Schryber macht sich Sorgen, wegen des Zerfalls der Burgruine. Gleichzeitig sind sie in einer Sackgasse, weil die Besitzverhältnisse im Ausland sind.
Das Kulturgut ist in Gefahr, Steine fallen von den Mauern, die Sicherheit kann nicht garantiert werden.
Burgenexperte Jakob Obrecht schätzt die Sanierungkosten auf etwas mehr als 300 000 Franken.
Der Wunsch wäre natürlich eine totale Ausgrabung. Zur Zeit ist aber nur eine dringende Sanierung des Mauerwerks mit einer Dokumentation möglich.
Die Experten wollten von den Anwohnern von Herlisberg heraushören, wieviele Besucher verträgt die Ruine nach einer Sanierung.
Führt doch der Burgweg durch private Grundstücke.
Gewünscht wird auch ein Wanderweg zur Burgruine Oberrinach.
Zuerst muss eine Arbeitsgruppe, ein Konzept erarbeiten oder eine Trägerschaft / Vereinigung gegründet werden.
Finanziell würde sich der Bund und Kanton zu 2/3 engagieren.
Die Bevölkerung ist angehalten, in welche Richtung es weitergehen soll.
Wäre die Familie «de Reinach» bereit, die Burg evtl. im Baurecht abzutreten? Besitzer Baron Francois de Reinach, Hirtzbach/Elsass, wäre mit einer Stiftung einverstanden.
Ein Kulturelles Juwel soll für die nächsten Generationen erhalten bleiben und der Öffentlichkeit gezeigt werden. Sind es schliesslich Zeugen unserer Vergangenheit.
Wer hat nicht Kindheitserlebnisse mit einer alten Burg.
Josef Durrer
Die Website für das Luzerner Seetal von Josef Durrer, 6276 Hohenrain
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